
Zwei Dinge freuen mich wirklich an der aktuellen Ausgabe des Chronos und natürlich an der regelmäßig mit tollen Uhrentests glänzenden Fachzeitschrift. Erstens, der ernsthafte Umgang mit den Lesern und deren Kritik an Einzelheiten und zweitens die Offenheit mit der anders lautende Meinungen durchaus bestätigt werden.
In meinem Leserbrief jedenfalls konstatierte ich sehr zu meinem Leidwesen, dass die von Chronos getestete Panerai Luminor Base durch die insgesamt fehlende Austattung, von ihrem Hersteller zur reinen Schmuckuhr mit 300m Wasserdichte degradiert wurde.
Neu war mir der Begriff der “Dresswatch” für Uhren, die zwar einem Modeanspruch gerecht werden, aber nach heutigen Maßstäben nicht unbedingt einen Nutzwert bieten müssen.
Vielen Dank für diese neue Sichtweise an die Chronos Redaktion.
P.S. @Chronos: Besonders gut gefallen mir Ihre neuerlichen Praxistests an Magnetfeldern oder mit mechanischen Höhenmessern. Viel Erfolg auch weiterhin
So kurz vor der "Baselworld" erscheinen - dramaturgisch richtig - kaum nennenswerte Neuheiten und das ist ein guter Zeitpunkt einen Blick auf durchaus attraktive Einstiegsmodelle bei den Luxusmarken zu werfen. Diese Woche gehen wir also 2 Jahre zurück und schauen, ob die "BLAUE" zur Baselworld 2013 vorgestellte Superocean 42 von Breitling heute noch genauso attraktiv ist, wie vor 2 Jahren? In der Zwischenzeit haben ja einige Hersteller von Luxusuhren wahre Feuerwerke in Blau gezündet.
Als Sommertraum in Blau wurde sie vorgestellt und ich muss zugeben, in die Jahre gekommen ist das Modell keineswegs. Gerade in dieser relativ seltenen Ausführung mit blauem Kautschuk in der Lünette und am Armband, dem blauen Zifferblatt mit Stahlfarbenen Ziffern und der großzügig verwendeten hellen Leuchtmasse, wirkt sie echt frisch und sportlich, um nicht zu sagen maritim.
Als Sommertraum in Blau wurde sie vorgestellt und ich muss zugeben, in die Jahre gekommen ist das Modell keineswegs. Gerade in dieser relativ seltenen Ausführung mit blauem Kautschuk in der Lünette und am Armband, dem blauen Zifferblatt mit Stahlfarbenen Ziffern und der großzügig verwendeten hellen Leuchtmasse, wirkt sie echt frisch und sportlich, um nicht zu sagen maritim.


Sie hebt sich deutlich vom Mainstream der Taucheruhren ab, denn sie nutzt auf dem Zifferblatt Fliegeruhrenelemente - ähnlich der Avenger Linie im Hause Breitling - in Form von überdimensionierten Ziffern. Das hat zur Folge, dass die Uhr sich hervorragend ablesen lässt. Die Ziffern leuchten jedoch nicht bei Dunkelheit. Dafür übernimmt der Rehautring am Zifferblatt Rand diese Funktion mit leuchtenden Stundenmarkierungen, in völlig ausreichender Weise. Stunden und Minutenzeiger sind fast vollständig mit Leuchtmasse ausgefüllt, beim Sekundenzeiger nur die rote Pfeilspitze.

Genau diesen roten Farbtupfer hat die Uhr auch gebraucht und der Zeiger wirkt damit wie ein schönes Finish. Für den harten Büroalltag wie geschaffen, wirkt sie trotz aller Sportlichkeit auch nicht wie ein Spielzeug für große Kinder. Denn da habe ich schon auswüchse erlebt, von einer quietsch gelben Quarz Taucheruhr mit Monster-Lünette, bis hin zur Mickey Maus Swatch war alles dabei. Sie wirkt trotz ihrer Verspieltheit erwachsen und mondän genug um keinesfalls negativ in Erinnerung zu bleiben.
Auf der Herrentoilette, über dem Handwaschbecken kann sie dann dank ihrem ultrarobusten, bis 1500 m wasserdichten Stahlgehäuse auch schnell wieder von überflüssigem Hautfett und Fingerabdrücken befreit werden. Ein Heliumventil sorgt bei Bedarf und größeren Tiefen für Druckausgleich.
Aber mal im Ernst, mir fehlt eigentlich nur der Leuchtpunkt der Lünette für den Fall, in die Dunkelheit ab zu tauchen. Kommt aber wahrscheinlich nicht vor, die Schwimmbecken die ich frequentiere sind meist auch unter Wasser beleuchtet. Was bei mir häufiger vorkommt, ist die Zeitmessung von kurzen Zeitspannen bis zu einer Stunde. Dazu drehe ich die einseitig rastende Lünette mit der Zahl 60 auf den Minutenzeiger und schon geht es los.

Über das 3 Zeiger Automatik-Werk gibt es nur gutes zu berichten, mit der serienmäßigen COSC Zertifizierung an Bord ohnehin ein solider Einstieg in die Breitling Welt.

Mein Empfehlung zum Kauf bekommt sie, diese sehr angenehm zu tragende Freizeituhr für alle Einsatzmöglichkeiten, die noch dazu auf 2000 Stück limitiert ist. 2830 Euro steht auf dem Preisschild bei Juwelier Wenthe in der Mannheimer Innenstadt und angesichts der Tatsache, dass sie bei Breitling als ausverkauft gilt, ist dies wahrscheinlich die allerletzte Möglichkeit eine zu erwerben. Eine stilvolle Uhr, die man gerne aus jeder Perspektive anschaut. Ein Sommertraum in Blau.

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